Konsumkredit – Kredite zur freien Verfügung

Ein Konsumkredit ist ausschließlich für Privatpersonen gedacht, die für eine Anschaffung oder zur Erfüllung eines Wunsches nicht ausreichend Kapital zur Verfügung haben. Im Prinzip handelt es sich dabei um einen klassischen Ratenkredit, der in gleichbleibenden monatlichen Raten getilgt wird. In der Regel werden Konsumentenkredite zur freien Verwendung ausgezahlt, sodass diese vom Kreditnehmer für jeden beliebigen Zweck genutzt werden können. Eine Ausnahme bildet dabei der Autokredit, welcher ausschließlich zur Finanzierung von Fahrzeugen verwendet werden darf.

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Merkmale eines Konsumkredits:

  • Konsumkredit ist ein Ratenkredit zur Erfüllung von Konsumwünschen.
  • Rückzahlung erfolgt über gleichbleibende monatliche Raten.
  • Angeboten werden zumeist Kreditsummen zwischen 500 und 50.000 Euro.
  • Je nach Anbieter sind Laufzeiten zwischen 12 und 94 Monaten möglich.
  • Mit Ausnahme des Autokredits erfolgt die Auszahlung zur freien Verwendung.
  • Sicherheiten werden in der Regel nicht benötigt.

Wofür wird ein Konsumkredit gewährt?

Der Konsumkredit kann bis auf wenige Ausnahmen für alle beliebigen Zwecke eingesetzt werden. Egal ob es eine neue Küche, ein toller Fernseher oder der nächste Traumurlaub sein soll. Mit einem Konsumentenkredit lassen sich alle Wünsche problemlos finanzieren. Für bestimmte Wünsche wie ein neues Auto gibt es spezielle zweckgebundene Konsumentenkredite, mit besonders günstigen Zinssätzen. Unabhängig vom gewählten Kredit erfolgt die Rückzahlung immer in gleichbleibenden monatlichen Raten. Dan flexibler Laufzeiten von bis zu 96 Monaten lässt sich die Belastung genau an das vorhandene Budget anpassen.

Wer kann einen Konsumkredit beantragen?

Ein Konsumentenkredit kann grundsätzlich von allen Personen ab 18 Jahren beantragt werden. Dazu setzen die Banken einen Hauptwohnsitz sowie eine Kontoverbindung in der Bundesrepublik Deutschland besitzen. Zu den weiteren Voraussetzungen gehört ein regelmäßiges und ausreichend hohes Einkommen. Viele Kreditinstitute vergeben Konsumentenkredite nur dann, wenn eine abhängige Beschäftigung vorliegt. Selbstständige und Freiberufler werden dagegen aufgrund des unregelmäßigen Einkommens oftmals abgelehnt.

Je nach Bank können für einen Konsumkredit noch weitere Voraussetzungen gelten. So müssen Kreditnehmer unter Umständen einenunbefristeten Arbeitsvertrag vorlegen und seit mindestens sechs oder zwölf Monaten bei aktuellen Arbeitgeber beschäftigt sein. Zumindest während der Kreditlaufzeit sollte das Arbeitseinkommen gesichert sein.

Wie hoch sind die Zinsen für einen Konsumkredit?

Über die Höhe der Zinsen lässt sich keine pauschale Aussage treffen. Die Zinsen können je nach Anbieter stark voneinander abweichen. Die Zinsen hängen bei Konsumentenkrediten in erster Linie vom Kreditbetrag, der gewählten Laufzeit sowie der Bonität des Kreditnehmers ab. Wer über eine sehr gute Bonität mit hohem Einkommen verfügt profitiert von einem besonders günstigen Zinssatz. Kreditsuchende mit einem mittleren bis geringen sollten sich dagegen eher für einen Konsumentenkredit mit bonitätsunabhängigem Zinssatz entscheiden.

Konsumkredite mit einer sehr langen Laufzeit bergen für die Banken ein höheres Risiko. Aus diesem Grund sind langfristige Kredite zumeist um einiges teurer. Verbraucher sollten sich deshalb genau überlegen, welchen Betrag sie pro Monat aufbringen können. In keinem Fall sollte jedoch zu knapp kalkuliert werden, damit es nicht zu finanziellen Engpässen kommt.

Konditionen für einen Konsumkredit mit dem Kreditrechner vergleichen

Um das für den eigenen Bedarf beste Angebot zu finden sollten Verbraucher immer einen genauen Kredit Vergleich durchführen. Mit dem kostenlosen und unverbindlichen Kreditrechner kann eine Vielzahl von Konsumentenkrediten auf einen Blick miteinander verglichen werden. Hierzu werden nur wenige Angaben wie Kredithöhe und Laufzeit benötigt.

Das wichtigste Vergleichskriterium bei Konsumentenkrediten ist der effektive Jahreszins. In diesem sind neben dem eigentlichen Sollzins auch eventuelle Gebühren sowie die Tilgung des Kredits enthalten. Zudem sollten Verbraucher bei einem Konsumentenkredit auf die richtige Laufzeit achten. Durch eine lange Laufzeit sinkt zwar die monatliche Tilgung, im Gegenzug steigen jedoch die Gesamtkosten des Kredits. Im Gegenzug drohen bei einer zu hohen monatlichen Belastung finanzielle Engpässe, wodurch zusätzliche Kosten für Ratenaussetzungen oder Zwangsvollstreckungen entstehen können.

Restschuldversicherung verteuert Konsumentenkredit

Die meisten Banken empfehlen zur Absicherung des Konsumentenkredits eine Restschuldversicherung. In Einzelfällen machen Kreditinstitute die Bewilligung eines Konsumkredits vom Abschluss einer Restschuldversicherung abhängig. Durch eine solche Versicherung können unterschiedliche Risiken abgesichert werden.

Standardmäßig versichert ist der Tod des Kreditnehmers. In diesem Fall übernimmt die Restschuldversicherung den noch offenen Kreditbetrag. Zumeist wird auch eine Absicherung bei unvorhergesehener Arbeitslosigkeit oder Arbeitsunfähigkeit angeboten. Die Versicherung übernimmt dann für eine gewisse Zeit die monatlichen Raten.

Was zunächst sehr positiv klingt, hat jedoch auch einige Haken. So ist die Restschildversicherung im Vergleich zu anderen Policen deutlich teurer. Dies zeigt sich anhand einer Beispielrechnung. Für einen Konsumentenkredit über 100.000 Euro mit einem Nominalzins von 5 Prozent kostet die Restschuldversicherung für einen 35-jährigen Nichtraucher zwischen 863 und 3.334 Euro. Bei einem Kredit über 10.000 Euro mit einer Laufzeit von 36 Monaten betragen die Kosten zwischen 500 und 950 Euro. Somit kann eine Restschuldversicherung den Effektivzinssatz um 3 bis 8 Prozent erhöhen. Da der Abschluss einer Restschuldversicherung nicht obligatorisch ist, werden die Kosten hierfür nicht in den effektiven Jahreszins eingerechnet.

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Dazu kommt, dass es bei der Restschuldversicherung eine Vielzahl von Ausschlüssen gibt. So besteht bei Arbeitslosigkeit zumeist nur eine Leistungspflicht von maximal 12 Monaten. Verbraucher sollten deshalb einen genauen Blick in die Bedingungen werfen. Zudem sind die ersten drei Monate einer Arbeitslosigkeit oder Arbeitsunfähigkeit in der Regel vom Versicherungsschutz ausgenommen.

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