Dispo überzogen – was tun?

Frau ohne Geld im Portmonee
Fast jeder hat schon mal sein Dispo überzogen

Fast jeder hat schon mal seinen Dispositionskredit, kurz Dispo, einmal überzogen. Einen Dispo erhält man in den meisten Fällen direkt bei einer Girokonto Eröffnung. Voraussetzung hierfür muss nicht einmal ein regelmäßiges Einkommen sein. Bei einer Kontoeröffnung sind meistens Girokonten mit einm Dispositionskredit von bis zu 500,- Euro voreingestellt. Wer einen höheren Dispo möchte, der muss der Bank zumeist nur ein regelmäßiges Einkommen nachweisen.

Redaktionstipp: Der Dispo ist mit Abstand die teuerste Kreditart, die Sie nutzen können!

Es ist kein Problem den Dispositionskredit in Anspruch zu nehmen, problematisch wird es nur, wenn der eigene Dispo dauerhaft überzogen wird und nicht mehr nur zur kurzfristigen Überbrückung von Geldnöten dient. In Zeiten von Online-Shopping und Alles-muss-raus Deals kann man den Kunden schnell zum Kauf verleiten. Menschen, die dauerhaft (mehr als 3 Monate) ihren Dispo überziehen, müssen aufpassen, nicht in die Dispofalle zu laufen. Auch wenn der Dispositionskredit ohne jeglichen Aufwand genutzt werden kann, so gibt es einige Punkte, auf die der Verbraucher unbedingt achten muss:

  • Dispokredit wird sehr hoch verzinst
  • Dispokredit ist oft der erste Schritt in die Schuldenfalle
  • Dispokredit verwässt das zur Verfügung stehende Einkommen und verleitet zu Mehrausgaben.

Was soll ich tun, wenn ich dauerhaft im Minus bin?

Wer den Dispokredit dauerhaft nutzt, wird auf jedem Kontoauszug einen negativen Betrag sehen. Hinzu kommt, dass die Bank entweder jeden Monat oder pro Quartal, sich den Dispositionkredit auch verzinsen lässt. Als Kunde muss man nicht nur den geliehenen Geldbetrag zurückzahlen, sondern auch noch hohe Beträge für die angelaufenen Zinsen. Die Zinsen für solche Dispokredite lässt sich jede Bank, trotz Niedrigzinsphase, noch immer sehr teuer bezahlen. So gibt es kaum Angebote, die unter 6 % Dispositionszinsen liegen. Nachfolgend finden Sie einen kurzen Vergleich der Überziehungszinsen für April 2016:

  • DKB Girokonto 6,9%
  • 1822direkt 7,43%
  • IngDiba 7,50%
  • Netbank 8,00%
  • CortalConsors 7,80%
  • Comdirekt 8,95%
  • Norisbank 10,85%
  • Wüstenrot 11,09%
  • DAB Bank 7,50%
  • Commerzbank 10,50%
  • Deutsche Bank 10,95%

Quelle: Check24 Girokontorechner vom 21.04.2016 – Ausführliche Informationen zu aktuellen Dispozinsen finden Sie auch auf unserem Fachportal zum Thema Girokonto Vergleich.

Bei den Sparkassen herrscht ebenfalls kein einheitlicher Dispozins. Die Berliner Sparkasse z.B. fordert einen Dispozins von 10,50% pro Jahr. Die Haspa (Hamburger Sparkasse) liegt bei 8,65% pro Jahr. Wer also im Schnitt mit 500 Euro sein Girokonto monatlich überzieht, zahlt dafür jährlich mehr als 60 Euro nur an Zinsen im Jahr!

Was tun gegen überzogenes Konto?

Frau am Computer bei der Umschuldung
Die Umschuldung am PC geht schnell und spart Geld

Wenn das Girokonto dauerhaft überzogen ist, sollten man über eine Umschuldung nachdenken. Da der Dispo die teuerste Kreditart ist, lohnt sich evtl. ein Wechsel zu einem klassischen Ratenkredit, um das negative Konto auszugleichen. Einen Ratenkredit über 1000,- Euro gibt es z.B. schon ab 2,75% Effektivzins bei 12 monatiger Laufzeit (Santanderbank Stand 13.09.2014). Eine Umschuldung von Dispokredit auf Ratenkredit lohnt sich aber nur für Menschen die wissen, dass sie ihren Dispokredit in den nächsten Monaten nicht ausgleichen können. Dies passiert häufig, wenn man dauerhaft mehr ausgibt als man einnimmt. In solchen Fällen hilft ein Ratenkredit das Konto auszugleichen. Mit der Auszahlung des Ratenkredits fallen somit sofort die teueren Dispozinsen weg, da es beim Dispositionskredit keine Mindestlaufzeiten gibt. Diese werden durch die deutlich niedrigeren Ratenkredit Zinsen abgelöst. Ein weiterer Vorteil von Umschuldung eines überzogenen Kontos ist die Tatsache, dass der Kreditbetrag, der monatlich zurückgezahlt wird frei wählbar ist. Kann der Kreditnehmer den Kredit nur in sehr kleinen Raten zurückzahlen, so verlängert sich entsprechend die Laufzeit.>>> In 10 Sekunden Ihren Kredit berechnen

Wechsel vom Dispokredit zu Ratenkredit

Ein Wechsel vom Dispositionskredit zum Ratenkredit ist sehr einfach. In einigen Fällen melden sich sogar die Hausbank und bietet dieses Wechsel von sich aus an. Dies passiert selten und nur bei Kunden, die dauerhaft ihren Dispo ausreizen. Dieses Angebot sollten man sich zumindest genauer anschauen, denn häufig ist der Wechsel von Dispo- zum Ratenkredit innerhalb der eigenen Bank günstiger, jedoch wird das Einsparpotential hier nicht voll ausgereizt. Die eigene Hausbank bietet den Ratenkredit zu oft schlechteren Konditionen an, als dieser am Markt verfügbar ist. Wer Interesse an einem Ratenkredit hat, um z.B. das eigene Girokonto aus den roten Zahlen zu holen, sollte die kostenlosen Zinsrechner im Internet nutzen. Diese sind für den Verbraucher kostenlos und zeigen schnell, zu welchen Konditionen eine Umschuldung heute möglich wäre. Ist der Ratenkredit der Bank ähnlich gut, spricht natürlich nichts dagegen, dieses Angebot anzunehmen. Wer sich die Frage stellt: „Bekomme ich einen Kredit?“ sollte erstmal eine kostenlose Kreditanfrage stellen.

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