Ein Blankokredit (Blankodarlehen) ist eine Art von Kredit bei der das Kreditinstitut aufgrund der Bonität darauf verzichtet auf Sicherheiten. Dabei ist ein Blankokredit kein unausgefüllter Kreditvertrag, den eine Bank unterschreibt.

Bei einem Blankokredit geht eine Bank also keinen komplett unsicheren Vertrag ein. Vielmehr wird die Kreditwürdigkeit aufgrund der Bonität des Kreditnehmers festgesetzt. Dabei werden aber Negativerklärungen, Gehaltsabtretungen oder Bürgschaften nicht als Sicherheit bei einem Blankokredit gewertet.

Vorteile vom Blankokredit bei Unternehmen

Gerade Neugründungen nutzen häufig Blankokredite. Diese gehen so zwar einen meist teureren und nicht abgesicherten Kredit ab, sparen sich aber Sicherheiten für andere Kredite auf. Gerade in der Gründungsphase werden daher von Unternehmen sogenannte Blankokredite gerne genutzt.

Blankokredit Voraussetzungen

Es gibt einige Voraussetzungen für einen Blankokredit, damit dieser erst möglich ist:

  • Hohes Eigenkapital
  • Gesunde Ertragsentwicklung
  • Gute Vermögenslage
  • Gute Strukturierung der Finanzen

Für die Genehmigung eines Blankokredits sind nicht nur die 4 Punkte oben wichtig. Vielmehr macht sich eine Bank auch ein eigenes Bild vom Kreditantragsteller. Erst wenn die Bank diesen gut bewertet, kommt ein Blankokredit in Frage.

Blankokredit für Privatkunden

Nicht nur Unternehmer profitieren von Blankokrediten. Was viele nicht wissen ist, dass auch Dispositionskredite, Ratenkredite und Mietavale sogenannte Blankodarlehen sind. Auch niedrige Bausparkredite sind bis zu Beträgen von 10.000 Euro Blankokredite, da aufgrund der niedrigen Summe oft keine extra Absicherung durch die Bank erfolgen muss.

Die Dauer eines Blankodarlehens ist gewöhnlich maximal ein Jahr lang. Eine regelmäßige Tilgung des Kredits oder die volle Zahlung der Kreditsummer erfolgt direkt danach und ist in der Regel nicht geregelt. Normalerweise ist ein Blankokredit teurer als andere Kredite, da die Bank keine wirkliche Absicherung hat und dadurch ein höheres Risiko trägt.