Im Verbraucherkreditgesetz (Abk. VerbrKrG) ist der Schutz von Verbrauchern im Kreditgewerbe geregelt. Es wurde 1990 eingeführt und trat 01.01.1991 in Kraft. Der Verbraucherschutz sollte insbesondere aufgrund der kurzen und modernen Entwicklungen des Kreditgewerbes gewährleistet werden. Ab 01.01.2002 wurde das Verbraucherkreditgesetz aufgehoben und durch das Schuldrechtsmodernisierungsgesetz abgelöst.

Auf alle Verträge, die vor dem 01. Januar 2002 abgeschlossen wurden, hatte das Verbraucherkreditgesetz noch Anwendung. Alle daraufhin abgeschlossenen Kreditverträge sind im BGB (Bürgerliche Gesetzbuch) geregelt und müssen mit dessen Vorschriften überein stimmen.

Das Verbraucherkreditgesetz waren neben Haustürwiderrufsgesetz, AGB-Gesetz, Fernabsatzgesetz und Teilzeit-Wohnrechtsgesetz ein wichtiges Gesetz, welches Verbraucherkredite regelte und damit den Kreditnehmern mehr Rechte einräumte.

Anwendbar war das Verbraucherkreditgesetz auf alle Kreditverträge und Kreditvermittlungen zwischen Unternehmen (Kreditgeber) und Verbrauchern (Kreditnehmer). Es regelte also die am häufigsten vorkommenden Verbraucherkreditverträge.

Ziele vom Verbraucherkreditgesetz

Das Verbraucherkreditgesetz hatte Ziele bzw. ganz bestimmte Funktionen.

  • Schutz von Verbrauchern im Kreditgewerbe
  • Vermeidung von Wettbewerbsverzerrungen
  • Schnelle Anpassung an Entwicklungen im Kreditgeschäft

Inhalte des Verbraucherkreditgesetzes

Im Verbraucherkreditgesetz wurde geregelt wie ein Verbraucherkredit formal auszusehen hat. Auch war das Widerrufsrecht der Verbraucher geregelt. Außerdem waren auch Kredite enthalten auf die das Verbraucherkreditgesetz keine Anwendung hat. So wurden folgende Kreditverträge nicht im Verbraucherkreditgesetz geregelt:

  • Kredit mit Zahlungsaufschub von bis zu drei Monaten
  • Kredite mit einem Nettokreditbetrag oder Barzahlungspreis bis maximal 200 Euro
  • Kredite zur Finanzierung einer Unternehmensgründung bis maximal 50.000 Euro
  • Kredit zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu niedrigeren Zinsen als am Markt üblich